Tierheimarbeit

Veröffentlicht am 1. April 2026 um 21:21

Wie es begann

Ins Tierheim Waldfrieden in Stollberg bin ich durch meine Tierärztin gekommen. Zum Tierheimfest wurde noch Jemand gesucht, der sich mit einem Stand einbringen möchte.

Damals hatte ich noch Nichts, außer 2 gedruckten Fotobüchern und meinen Flyern. Auf einem alten Schultisch, an dem mein Banner befestigt war, stand ich also da. Logischerweise mit wenig Erfolg.

Aber dieser Tag hat mir die Türen zum Tierheim geöffnet und ich habe angefangen Vermittlungsbilder von den Tieren zu machen.

Die Tiere

Anfangs waren es nur die Katzen, die zu diesem Zeitpunkt wieder sehr stark Vertreten waren. Jedes Jahr zur Sommerzeit platzt das Tierheim fast aus allen Nähten. 

Leider haben es so viele Leute noch nicht verstanden und lassen ihre Freigänger unkastriert nach draußen. Dadurch kommen jährlich so viele Tragende Katzen oder bereits die Kitten ins Tierheim. Meist sind es Streuner, die durch aufmerksame Tierfreunde gefunden wurden.

Ouzo

Meinen Kater Ouzo habe ich von dort geholt. Auch er, beziehungsweise seine Mutter und Tante waren genau so ein Fall. Seine Mutter Ohara wurde hochtragend ins Tierheim gebracht. Sie war eine sehr liebe Katze, zusammen mit ihrer sehr scheuen Schwester, die ihr liebevoll bei der Aufzucht half.

Kugelrund vom Babybauch, war sie eine der ersten Tiere, die ich fotografierte.

Anfangs wollten wir einen ganz anderen Kater, aus einem ganz anderen Tierheim, aber es kam anders als gedacht und am Ende zog Ouzo, damals Osiris genannt, bei mir ein.

Die Hunde

Stollberg hat verhältnismäßig wenig Hunde in Gewahrsam. Der erste Hund vor meiner Kamera war der mega liebe Senior Balu.

Eine Seele von einem Hund, der Aufgrund seines Alters bis zu seinem Lebensende leider keine Familie mehr gefunden hat. Aber die Leute im Tierheim, seien es die Angestellten, Ehrenamtlichen oder die Gassi-Geher, alle haben sich rührend um den kleinen gekümmert. Er hat viele Herzen erobert.

Die unvermittelbaren

Jedes Tierheim wird diese Tiere haben, die Aufgrund von Alter, Krankheit, Rasse oder Verhaltenstörungen ihr Lebenlang im Tierheim fest sitzen werden.

Auch hier leben 2 dieser Kandidaten. Auf sie trifft beides zu.

Ede ist ein Cane-Corso-Mix, der Verhaltensauffällig ist und Aufgrund seiner Rasse schon alleine nicht einfach zu händeln ist.

Fritzel ist ein Rottweiler-Dackel-Mix, auch er ist Verhaltensauffällig und Aufgrund der ungewöhlichen Verpaarung nicht ganz gesund.

Was mache Ich

Ich schaue regelmäßig im Tierheim vorbei und fotografiere die neuen Tiere. Viele der Bilder werden für den Tieheimeigenen Kalender genutzt, indem zu jedem Tier eine rührende Geschichte geschrieben steht. Außerdem bietet das Tierheim viele Fotoartikel, wie Tassen mit tollen Fotos der süßen Vierbeiner.

Es macht aber an allererster Stelle einfach megaviel Spaß. Die meisten Tiere sind sehr dankbar, wenn man ein wenig Zeit mit ihnen verbringt. Besonders die Kitten sind zuckersüß, es fällt mir da immer verdammt schwer wieder raus zu gehen. Am liebsten würde man sie einfach einpacken.

Aber auch die Hunde zu fotografieren ist super toll und vorallem bin ich hier genau in meinem Element.

Fast alle Hunde haben bereits ein tolles neues zu Hause gefunden. Das ist das Schönste, wenn ein Tier das Tierheim wieder verlassen darf, und wenn ich mit meinen Fotos einen kleinen Teil dazu beitragen kann, ist es umso schöner.

Schicksale

Viele Tiere, wie hier der kleine Gimli, die mit einem sehr stark verletzten und entzündeten Schwanz gebracht wurde, sind schwer krank oder haben schlimmes durch gemacht.

Von schlimmen Augenentzündungen, was bei Streunern sehr häufig vorkommt, bis zum schlimmsten Fall, bei dem ein toller, lieber Kater bei voller Fahrt in einem Sack aus dem Auto geworfen wurde.

Es wird immer wieder schlimme Geschichten geben, und die Mitarbeiter tun alles um sie zu retten. Wenn ihr mehr von diesen Geschichten hören wollt, kauft gerne den Tierheimkalender. Ihr bekommt nicht nur tolle Bilder und Geschichten, sondern helft dabei auch den Tieren mit dem Erlös.

Mein Stand

Der Anfang meiner Spiegelbilder.

Der Schultisch war nicht das Optimale, also musste etwas passieren. Anfangs hatte ich einen Verkaufstand, bei dem ich versuchte meine Fotos als verschiedene Drucke zu verkaufen. Aber seien wir mal ehrlich, wer kauft schon ein Bild von einem fremden Tier. Ich würde das ja selbst nicht machen. Also wurde zum nächsten Tierheimfest ein Schwarzer Hintergrund aufgebaut. Aber das war noch nicht das Non-Plus-Ultra. So kam die Idee mit den Spiegeln und sie läuft.

Gassi-Geher

Seitdem ich Bo nicht mehr habe, habe ich angefangen mit den Tierheimhunden eine Runde zu laufen. Bis jetzt waren es meist Pensionshunde, da es nicht so viele Hunde gibt, aber ich habe die Hoffnung mich dem kleinen Fritzel annehmen zu können. Bisher hatten wir ein gutes Verhältnis und ich hoffe daraus Etwas machen zu können und den Leuten im Tierheim  helfen kann, dass er vielleicht doch seine Person findet.

Große Ehre

So schwer die Schicksale im Tierheim auch manchmal sind, so toll ist es auch, wenn man sieht wie eines dieser Schicksale sein Happy End bekommt.

Die Arbeit im Tierheim ist nicht für Jedermann geeignet. Mal ganz von der eigentlichen Arbeit abgesehen, die viel damit zu tun hat die Räume oder sich selbst zu putzen, denn nicht alle Tiere sind Stubenrein, gehen gerade die Schlimmen Schicksale an die Nieren.

Ich habe den größten Respekt für alle, die sich im Tierheim einbringen und den Tieren aus vollem Herzen versuchen zu helfen.

Unterstützung

Jeder kann Etwas dazu beitragen den Tieren und Mitarbeitern zu helfen. Dabei müssen es nicht immer die Geld oder Sachspenden sein. Das Tierheim ist auf Unterstützung von Außen angewiesen. Neben den ganzen finanziellen Aspekten, ist manchmal auch durch kleine Dinge, wie den Kauf eines Kalender oder eines Besuches zum Tierheimfest, geholfen.

Natürlich sind aber auch Sachspenden gerne gesehen. Das Tierheim hat oft Wunschsträuße in diversen Märkten rund um Stollberg stehen. Einfach anfragen oder vorbeischauen. 

Die Tiere danken es euch.

Meine Bitte

Spenden

hier zählt nicht nur der Gedanke, aber jede Kleinigkeit unterstützt die Tiere

Kastrieren

lasst eure Freigänger kastrieren und meldet Streuner

hinschauen

nicht wegschauen wenn ihr ein hilfloses oder streunendes Tier seht

Adoptieren

ehe ihr beim teuren Züchter ein Tier holt, schaut doch einfach mal im nächsten Tierheim

Symbole von Vecteezy, i-Stock und Flaticon, nähere Infos auf Anfrage

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